Aus eins mach zwei, dann vier.

Es fing alles so harmlos an. Heirat, Haus kaufen, Baum pflanzen. Viele wunderschöne Reisen – Hauptsache weit weg und möglichst bunt. Dem Alltag entfliehen und sehen, wohin man mit dem Rucksack reisen kann und herausfinden, was sich hinter der nächsten Wegbiegung verbirgt.

Und dann kamen die Zwillinge. Für uns ein Traum, aber ein durchaus turbulenter und zeitintensiver. Viele Erlebnisse, eine wunderschöne Zeit, zahlreiche Eindrücke, die sich ansammeln. Das Leben völlig auf den Kopf gestellt.

Und fünf Jahre später stellen wir fest, dass wir seit der Geburt der Zwillinge statt Bali, Dschungel und Kambodscha, gerade mal eine Woche Gardasee und eine Woche Ägypten verzeichnen können.

Au weia.

Man muss nicht in die Ferne schweifen, sagt man, das Gute läge doch so nah. Aber was macht man, wenn das Gute sich unter einem Berg von Alltagsthemen versteckt, die sicherlich auch interessant, schön und spannend sind – aber doch manchmal einen kleinen Beigeschmack von „war das schon alles“ hinterlassen? Und wenn der Blick in den Kalender verrät, dass die Zwillinge schon in einem Jahr in die Schule kommen und das Thema „wir machen eine lange Auszeit“ sich dann erfahrungsgemäß sowieso eher auf „wir-müssen-in-den-Schulferien-wegfahren“ – beschränkt. Aus die Maus mit lange in die Ferne schweifen. Irgendwann stellt man fest, dass man eigentlich nur noch im Hamsterrad steckt und das Leben und die Gesundheit dabei auf der Strecke bleibt. Und dann fängt man an zu grübeln und man überlegt, wie man die Situation an sich verbessern kann. Und aus der Idee eines harmlosen etwas längeren Urlaubs wurde dann auf einmal eine ausgewachsene Weltreisenplanung.

Und hier stehen wir jetzt – zwei Erwachsene, ein fünfjähriges Zwillingspärchen, viel Tatendrang und viele Ideen und eigentlich zu wenig Zeit neben dem normalen Alltag für eine komplette Detailplanung einer Weltreise.

Und jetzt?

Nach oben scrollen